Series II Band 4 · No. 239.
AUSZÜGE AUS ANDREAS WOLGANG AMANDERNENDE VON RUNCKEL,
[Berlin, Ende Januar bis 11. Februar 1707]
CURIOSE ERWEGUNG DER WORTE MOSIS GEN. VI, 2
Libellus prodiit Amstelodami 1700. 12o. Curiose erwegung der Worthe Mosis Gen. VI. 2. da sahen die Söhne gottes wie die tochter der Menschen etc.
Hr. Andr. Wolfgang am andern Ende von Runkel hat sich verwundert, als er solches ohngefehr zu sehen bekommen, daß er seine gründe und offt fast seine Worth darinn gefunden, hat endtlich dafür gehalten, es komme von dem hehr, so er mit dem seel. Freyherrn von Kniphausen darüber schriftlich und Mündtlich gehandelt. So ihn bewog, die Sach etwas weiter auszuführen, und seine eigne begebenheit zu Trebbin 1665 desto umbständtlicher zu erzehlen, damit die irrigen nicht weiter zu zweifeln haben, daß wahrhafftige geister, gespenster und selbstständige Seelen vorhanden, und der graf von Gabalis recht geschloßen, die Elemente mußten mit was anders als Schwalben, Fledermäusen und Maulwürffen besezet seyn. Dem büchlein gibt dieser Autor den Nahmen des Trebbinischen gespenstes. Trebbin ist ein lustiges Stätlein in der Mittelbarck, vier meilen von Berlin. Daselbst ist ein so genant Schloß oder Wohnung der königlichen Beamten, auff welchem des Autoris Eltern an die Eilff jahr gewohnet, auch daselbst seelig verschieden.
[S. 3] Editor sagt in der Vorrede, es sey ihm das in Holland gedruckte Wercklein von einem sehr großen wahrheit liebenden, in der Natur sehr geübten erfahrnen Cavallier communiciret[.]
[S. 4] Psalm 148. v. 3. lobet ihn Sonn und Mondt nicht die Cörper sondern die Einwohner[.] Die Anbetung des Himmels Heeres von den Israeliten nicht die Sterne, sondern deren geister[.]
Trithemius, Theophrastus, ja Faustus selbst (da er noch ein wahrer Magus gewesen, und ehe er sich gelüsten laßen, seinen nächsten zu beschädigen[)], hat von den Elementarischen Menschen seine größte Weisheit bekommen[.]
[S. 8] Es ist zu mercken, daß Exemplar Vaticanum sagt: ĭdóntew dè y̑ioì Ueoỹ, aber das Alexandrische sagt ĭdóntew ȏi ^%)/aggeloi toỹ Ueoỹ.
[S. 9] Justinus Clem. Euseb. Alex., Tatianus, Athenagoras, Proclus.
[S. 10] Josephus viel Engel. Dem folgt
Idem ex Latinis Tertull[.] Lactant[.] Chrysostomus hoc rejecit Homil. 22. in Genes. c. 6. hälts vor eine blasphemiam[,] nirgent die Engel werden nur Söhne gottes genennet, hat aber Job. 1. 6 et Job. 2, 1. vergeßen[.]
[S. 12] aber das Engel sich nicht vermischen, Matth. XXII. 30 (+ responderi posset distinguendo inter Angelos qui in coelo de quibus Christus. [+)]
Die Engel ganz immaterialisch (dub.) haben nicht sensum tactus. (+ Andere haben dafür gehalten die geister kondten sich resistibel machen. +) Mußten corruptibel seyn ([+] Resp. si necessario non pro arbitrio resistibiles essent +)
[S. 13] Operatio spiritus sancti ad generationem Christi miraculosa
[S. 14] Pererius et Petavius hunc errorem fusius refutarunt[.]
[S. 15] An ergo filii Dei peccarunt.
Die Rabbinen verstehen es von bösen Engeln.
Ein Buch Onchasin genant sagt ein böser Engel Machsael genant habe mit des Chami weibe gebuhlet, und mit ihr den Sihon gezeiget[,] in dem Buch Middrasch Ruth werden zwey andere Engel benahmt und Targum Hierosol. macht den Schamchassai und den Usiel so vom Himmel gefallen zu solchen Buhlern, unter welchen einer den Hyam und Chyam, die hinwieder den Saor und Og gezeiget.
Die Job. 1, 6 vor den Herrn treten sind nicht feinde gottes.
[S. 16] Onkelos in paraphr. Chald. das Targum Jonathans und das Targ. Hieros. vertiren es filii optimatum, aber Targ. Hier. im 4ten vers, von den riesen deduciret sie von obgedachten beyden so vom Himmel gefallen. Versio Samaritana et Arabica werden filii optimatum, vel «tale» quid aber die opinio sey absurd (+ quid ita? [+])
Opinio recepta, die Söhne gottes seyn die nachkomen des fromen Seths[.] Das haben die Schriften einiger juden, und die bücher eines Arabis genant Patricides; das ist auch die Meynung des berühmten R. Gedaliae, in seinem buch Schalscheles Hakkabalah[.] Des Patricidis Worthe von Proclo ins latein übersezt.
[S. 18] Die fromen und bösen nie opponirt als filii Dei und filii Hominum Ezechiel selbst vergleichend.
Es ist in Genesi wie beym Jobo von den Kindern Gottes zu verstehen[.]
[S. 21] Der Autor verstehet mit den Cabbalisten, Theophrasto und dem Autore des buchs Entretien sur les sciences secretes, substantias intermedias, daemones, Genios, so antiquis und ex recentioribus Theophrasto[,] Nollio, Flud und Dornaeo bekant. Sie excelliren in erkentniß der dinge, haben die Philosophos unterrichtet. Sollen lange leben, endtlich sterben[.]
[S. 22] Die feurigen bekümern sich wenig umb uns.
[S. 23] Die aus der lufft haben distinctionem sexus, die götter der heiden und helden von
ihnen erzeiget, auch die Hunnen in Pannonia. Der Philistergott Dagon war ein Triton. Die
^midw Schedim (vulgo schadaim in duali als wenn es nur 2 weren) sind Fauni satyri[.]
[S. 24] Aegyptii apud Diod. Siculum ehrten die götter der Erden, so einige Gnomons nennen.
[S. 25] Hieron. in vita Pauli primi Eremitae Antonio apparuisse incolam Eremis mortalis. Adde Plin. lib. 7. c. 2. Plutarch in vita Sullae[,] Pausanias in Atticis[,] Augustinus lib. 15. c. 28 de C. D. negare tales homines impudentiae videtur.
[S. 26] Einer meiner guthen freunde 1663 alhier in Franckfurt als er der erfindung des Lapidis Philos. bey später nacht ganz eifrig nachgedacht, und bey gewißen autoren die conjurationes der Geniorum oder Hominum subterraneorum gefunden, sich derselben bedient, und alsbald eine ganz weiße Person seine thüre öfnen sehen. Worüber er als eine Person so damahls nicht alzu heilig lebte vor schreken die flucht genomen und seines Zwecks verfehlet, lage fast bey 14 tage kranck. Lebt noch aniezo an unserm Hofe war aber 1663 mein stubengesell. Ich selbst habe mit mehr als 24 Personen ein gesicht und weiße gestalt gesehen, auff dem churfürstlichen amt Trebbin welches länger als drey vierthel stunden gestanden und von uns die es nicht länger anschauen wollen, verlaßen worden. Von welcher ich glaube das es pii Manes oder die seele meiner eignen Mutter gewesen[.]
[S. 28] Zu den Geheimnissen ist guth Jovem Ascendentem haben: Lea Genes. XXX. 11. Ba Gad, venit Gad; id est stella justitiae, sidus Jovis quod Ebraeis Mahal tof sidus benignum.
Christus ipsus [sic] in sole ascendente, Seldenus de diis syris p. m. 104.
[S. 32] Die Elementarische menschen per
[S. 34] Die Histori des von Bassompierre bekand. Histori von der Ranzovischen famili. Grafen von Oldenburg[.]
Im Lütticher Land dörffer unter der Erde von Erd Menschen bewohnet, item im Schwiebußschen Kreis in Schlesien, unweit vom adelichen guthe Mestichen sollen dergleichen zu finden seyn.
[S. 35] Acta von dem Commercio eines fischers an der Saale mit einer wasser Nixen an einem orth. eine Histori an der Unstrut[.]
Curen cum pulvere sympathetico
[S. 36] Gespenster sind seelen der Verstorbenen, nicht teufel.
Das Evangelium gepredigt allen Creaturen[.]
Praestat animi quies omnibus scientiis quas genii docere possunt.
[S. 42] Glaubensmirakel: Exempel von Husum in Holstein, und Georg Friesens in Hamburg.
Es sind nicht die geister der verstorbenen als welche werden zu gott gehen, sondern die bloßen Seelen so per traducem propagirt so erscheinen[.]
Der iezo grassirende alzu große Unterschied der Menschen, da deren ein kleiner theil fast zu göttern, der größer theil aber fast zu Slaven gemacht wird, ist nicht von gott sondern von Tyrannen, und meiner Meynung nach war die Sündfluth nicht gewesen. Wäre absurd wenn das Menschengeschlecht mit der Sündfluth gestrafft worden, weil nach einiger Meynung die kinder der götter das ist großer Herrn kinder der Menschen das ist schlichte Mägdlein genomen[.]
Sandii Meynung daß die Seelen vor dem Leibe im Himmel gewesen längst verdamt, und also nicht würdig daß ihm weiter alhier gedacht werde[.]
Engel nicht söhne Gottes sondern Malachim in der heil[.] Schrifft.
Es kamen die Söhne gottes sich zu stellen vor dem Herren[,] und es kam auch der Satan unter sie. Scheinet als wenn was «zuvor» «Ausgesprochen» wurde so nicht täglich geschicht 1. Sam. 1, 4. und 1. Sam. 14, 1. und 2. König. 4, 8. 11. 18, Job. 1, 6. 13 und Job. 2, 1. Aber die Engel sind allzeit vor dem Herrn dià pantòw Matth. XVIII, 10 ist also zu verstehen von den Elementarischen menschen nicht Adamitischen noch Engeln. Die Engel würden den Satan nicht geduldet haben unter sich[.]
Patricidis meynung von den Sethitern ist beym Eutychio patriarcha Alex. Da ist auch die fabel von Cain und Abels Schwestern.
Pflanzete den Garten in Eden Adonai Elohim der Herr der götter. Die Chaldäer Dolmetscher von Jerusalem Thargum Elohim, vertiert es: es ward durch das worth des Herrn ein garten aus Eden gepflanzet dem größten vor erschaffung der welt[.]
Hieron. im 136. Sendbrief ad Marcellam, man hatte jehova ihih pipi, als ob h ein pi were[.]
Patricides hat mit Ephemo bey dem Barcepha und einigen Vätern das paradis der Erde entgegen und über die wolcken gesezet[.]
Ambrosius lib. de paradiso: Hoc secretum ubinam sit paradisus et qualis sit, requirendum est a Paulo qui gloriatur se raptum esse in paradisum (+ Ergo Ambrosio idem paradisus et tertium coelum [+)].
Ebraeis, Bedae, quibusdam scholasticis, Malvendae, Bellarmino paradisus in luna.
Terra veteribus in duas partes divisa per zonam viridem separatus. Ab altera parte paradisus, inde homines in hunc mundum dispersi. Zona torrida foret gladius igneus. Mela terram dividi in duo latera quae hemisphaeria dicantur, oppositos Antichthones vocat[.] Et Achilli Tatio scilicet qui in diversis lateribus, sed Antipodes, qui supra X infra A[.]
Tabrobanem esse alterum orbem, diu existimatum, Plin. N. lib. 6. c. 22.
Joh. de Mandevilla nugae de loco paradisi (+ an Manteufel +)
Hr. Werli von Zimber reisen.
Graf von Solms so mit Hr. Bernard von Breitenbach im Orient gereiset, pag. 101. das nach 2 monath reise per zonam torridam das paradis komme. gegen morgen.
Zona torrida ist das schwerdt des Cherubims[.]
Hr. Runkel meinet es sey Ceilan das paradis.
Bocharti sententia merito Ophir habetur Ceilon[.]
Hr. Wolf Heinrich von Calnein hat sich 5 jahr und länger in Ceilon aufgehalten, und mir nicht allein sein itinerarium ms. lange Zeit communiciret, sondern auch unendlich viel verwunderungswürdige dinge davon bisher nicht erzehlet, so sonst nicht gelesen[.]
Zu Zeiten des Fürst Radzivil nur 20 Cedern auf dem Libanon[.]
Ficus indica bey etlichen der baum der erkentniß[.]
Aus den 12 Nahmen gottes entstehn 72 andere Nahmen bey den Cabalisten[.]
Arabia felix selbst sehr arm vid. Tavernier. Plinius sagt auch es sey auch guth vor die todten, weil es Weyrauch und Myrrhe bringe.
im Rothen meer ganze wälder «da es» oelbäume unter Waßer
aus dem Zimmetbaum das aller edelste Lebensoel
Wenn der Wind vom Land kan man Taprobana auf 40 meilen riechen. Da ist auch lignum aquilae.
Waßer im Euphrat laichter und folglich geringer als ander waßer in Armenien und Syrien
(+ imo contra, es laichter in Phison +)[.] Es müße der paradisische Euphrat ein unbekandter
gewesen seyn. Nach bericht Diodori Siculi haben die einwohner Taprobanes gold vor eisen
Pfund gegen Pfund vertauschet. Agatharchides sagt gar 3 ^&.pf
Bdellium nach Kimchi, Pagnino, Steucho, Mercero, Bocharto ist eine guthe Perl[.]
Syrische und Arab. dolmetscher vertiren Bdolach (Genes. 2. 12.) perl add. Num. XI. 7. Manna weiß wie Bdellion, i. e. Perl, der griechische vertirt Cristall aber der Talmudische alda sagt weis wie margalith (+ id est Perl [+]).
In Zeilon bey dem Eiland Manar ist eine schöhne Perlenfischerey[.]
Ein reisender Daniel Parthey von Franckenberg den 2 Maji 1684 in Zeilon gewesen und alda auf dem Pico d'Adam besehen, da solle Adam begraben liegen 18 Ellen lang si diis placet[.]
Hiob 38, zeigt an, daß [bricht ab]
Creaturae in coelo, terra et sub terra loquuntur Apoc. V. 13.
Seirim schohn geopfert war in friden Levit. XVII. 7 und Deut. XXXII. [1]7 von den Schedim dergleichen, und Es. XXXIV. 14. wird einer besondern einsamen Creatur weiblichen Geschlechts unter dem nahmen der Lilith gedacht, so die fabulierende schule der juden mit der Naama, Ogereth und Machalalh zu einer Mutter der geister gemacht. Jobi 26. 5 gedenckt die schrifft gewisser riesen unter den waßern, einige verstehen durch Rephaim Verstorbene oder todte, aber die Araber, Syrer, Chaldäer griechen, vertiren es riesen. Die Sirim, Schedim, Lilith und Rephaim scheinen vernünftige Creaturen so nicht menschen. Lutherus Es. 34. 14 nennets einen feldteufel.
Nimrod war Bachus, id est Bar-Chus filius Chus[.]
Daemon classicis idem quod genius.
Eulogius Alexandrin. in Novatianos lib. 4. Aug. et Beda in Jobum, Theophylactus in Lucam, haben aus Löwen (Job. IV. 14) Leviathan (Crocodil) Behemoth (flußpferd) teufel gemacht.
Nachasch Bariach Zygaena ein Raubfisch [(]davon Luthero Leviathan die krumme schlange genennet wird)[.]
Ovidius: ne regio foret ulla suis animalibus orba.
Platoni et Apulejo de deo Socratis daemones Zṽa. Apulejus ait: daemones perinde ut nos pati possunt, affectibus obnoxii. Plutarch lib. de Is. et Osir. dat eis dolorem et voluptatem[.]
Bodino daemonom. p. 14 sunt spiritus per Elementa difusi[.]
Geist-menschen
Ein meermann so 1619 in Norwegen gefangen worden, und den königl. Rathen so sich verwundert geantworthet, wenn ihr es so wüßtet als ich es weiß würdet ihr es denn erst gestehen Gott sey ein wunderbarer gott.
Magnus Pan mortuus Euseb. lib. 5 praep.
Leon. Fuchsius lib. 3. phys. c. 7. hominem marinum concubuisse cum muliere[.] Narratio Majoli ex lib. 3. Vincentii de juvene quem mulier marina natantem secuta.
Zeilerus in notis ad Theatr. Trag. von einer weibsperson so sich zu «einem» jungen Edelmann gehalten, sie seye verwünscht könne von ihm erledigt werden[.]
Der von Calnein sagte mir auff der insel Zeilon hielten sie mit meerfrauen zu[.]
Chorographia Novae Albionis alda nur Capitan John Smith mit seinem diener 1610 eine Sirene gesehen[.] Er meyne es seye vom nabel an ein fisch gewesen oben schöhn[.]
Moquets reisebeschreibung p. 202, die sirenen waren den Mohren ordentliche Buhlerinnen. Zwischen Mozambique und Madagascar fangen die Mohren die pesce mulier gestalt wie eine frau, haben ihre jungen unter ihren flügeln die sie anstatt der arme auf beyden seiten haben[,] die Perlfänger der Mohren sind auff diese frauenfische gar begierig und in sie verliebt, gestehen wann sie mit denselben gemeinschafft haben und sie überkomen können welches jedoch weilen sie nicht gemein seyn selten geschicht, sich an ihnen dermaßen ergözen, als ob sie neu gebohrn aber ihr leib wurde voll aussaz wenn sie sich zu sehr anzundeln[.] Sie sind sonst so hizig daß sie auch der todten nicht verschohnen[.]
1403 eine meerfrau in Holland gefangen so zulezt spinnen gelernet
Alex ab Alex Gen. dier. lib. 3. c. 8 von einem der einen meermenschen gesehen
Melusina Graf Raymund aus Poitou gemahlin des Albanischen Königs Helmae und einer Nymphe Persina tochter
Berühmter held Elias Grail von den großmüthigsten grafen von Cleve Hofe gestammt[.] Henricus Kornman erzehle die Histori von der Melusine und von Elias Grail handelt Egbertus Hoppius in seiner kurzen beschreibung des landes Cleve im 22. Capitel in Niederlands Sprache.
Es hat auch Hr. Kornmannn im 28 Cap. seines Venusberges, von dem Freyherr von Staufenberg. War eine waßerfrau[,], versprach sich mit ihm, und blieb bey ihm bis er sie als eine teufelin verstieß und eine andere nahm, aber am tag der hochzeit gab sie ihm ein zeichen seiner untreue, und tödtete ihn am dritten tag.
Theophrastus hat es auch in seinem Buch von Nymphen und Sylphen[.]
Angeli veteribus corporei Petav. lib. 3. de Ang.
Johannes Fischart de Daemonomania Magorum
Ortelius untersuchung des reichs des großen Negus; der See Zaire oder Zembre sey mit Meermenschen angefület.
Zeitung Maji 1705 Meerfrau schöhn weis und zart, unweit Tonningen. Der fischer hatte ihr vergebens nachgestellet[.]
Bergmänner[,] de iis Theophrastus d[icto] l[ibro] tr. 3tio
Crocum ducem 2dum Bohemorum, ethnicum sed justum. Cum tali virunculo conversatum, er nennte sie waldgötter[.]
Ein Bergteufel bey Annenberg im bergwerck der Rosencranz deßen hand 12 menschen ermordet (Gestalt eines pferdes[,] ein ander bey Schneeberg in gestalt eines Münches[).]
Burcardus von Alefeld königl. Camerherr bey einem adelichen guthe Mehlbeck in Holstein
(so 1674 an Hr. Balthasar von alefeld «ver»kauft wurde) habe ein bergmann auf dem Berge
gewohnt, so noch bis zu des Grafen Hr. Vaters Cai von alefeld Zeiten den leuten ihre kupfernen
gefäße wieder ganz gemacht[.]
Als ich 1665 im November durch die gefürstete Grafschafft Tirol nach italien reisete und zwischen insbrug und brixen, wegen gefallen schnees von einigen aus teutschland kommenden tirolischen Zimmerleuten von der straße abgeführet worden uns in einem dorffe ein kleines kirchlein gewiesen worden unten an einem «hohen» berge, von dem die einwohner sagten, es wohnten da viel bergmänlein so des nachts in die selbe kirche kamen[,] in den felsen gegen mitternacht viel löcher oder fensterlein, in welchen «sehr» kleine menschen bilder blau und roth stunden, die ich selbst gesehen und lange betrachtet[.]
Lavaterus von einem bergmänlein im Rhetischen alpengeburge, so einen bergman den hals umbgedrehet, das er leben blieben doch schief gestanden.
Seb. Franck keiserChronik 1535 25 bürgersöhne aus Amberg gehen in den berg; finden wunderliche sachen[.]
Guil. Neubrig. lib. 1 [c. 38.] histori eines Bechers, bald wie das oldenbg. horn[.]
Plinius de Atlante lib. 5. c. 1 de sono tympanorum in monte, Olaus M. in septentr.
Max. Tyr. dial. 30 narrat montes diis habitos[.]
Magdalena della Croce, die mit ein bergmängen die liebe gepflegt 30 jahr endtlich von Papst Paul III. deswegen absolvirt worden. War äbtißin zu Corduba. Bodinus[.]
Ein bergmänlein (oder dereinst Unterirdisches) hat eine adliche von Rantzau so «ihre» «natur» sehr guthatig aus dem bette gehohlet zu seinem in kindesnöthen liegenden Weiblein geführet, und durch schenckung goldes belohnet[.]
Histori von einer frau der ein unbekandtes Weib beystand, aber ihr das kind weg nahm[,] der mann war ein wirt und weinmeister auff der Universität dörffer in einem[.]
Hagecius erzehlt das als 991 die stadt Prage erbauet angesichter im feuer[.]
Augustinus de Civ. D. lib. 15 c. 23 de incubis quos Galli dusios vocant[.]
Cassianus negavit satanam cum mulieribus concumbere, sed contrarium certum autor putat[.]
Wehklagen Vorbothen des Sterbens oder Unglücks
Canonicus zu Lübeck Rabundus soll noch heutzutage in seinem Grabe klopfen[,] wenn ein Canonicus sterben soll[,] da er vor alters in deßen stuhl eine weiße Rose geleget.
Cardan. Var. lib. 16 c. 93 Regem Scotiae vidisse sceleton saltans.
Pausanias rex spart. (apud Plutarch) ward gequält vom Geist der Cleonice einer Byzantinischen jungfrau.
Der Autor erzehlet wie seine Mutter einen StieffVater ihm gebracht, hernach verstorben ehe sie ein «versprochen» geheimniß entdecken können. Vermuthlich wo sie ihr geld gehabt.
Der StieffVater war in Berlin, ich meine 3 Brüder und 3 Schwestern und des StieffVaters MutterSchwester in Trebbin. Ich hatte an einem Sonnabend in der faste 4 wochen vor ostern 1665 eine amts Sache zu lasten, und kam spät und müde nach hause. Wir hatten da Rectorem scholae zu gast so hernach Diaconus zu Beliz worden. Es wurd von gespenstern geredet. Als der Rector abschied genomen, gingen wir von einander. Nur mein bruder Theophilus Christophorus, so in der warmen stube noch etwas blieben, höhret ein sauffzen in der Speisecammer 3 mahl, geht hinein mit einem liechte, siehet nichts. Laßet die Cammerthüre offen stehn, und geht nach dem ofen, siehet aber bald darauf in der thür einen weißen geist oder gespenste stehn, gestaltet wie die todte in dem Sarge oder das frauenzimmer bey dem begräbniß; ruft und läuft zu mir in meine Cammer. Ich stunde erschrocken auff, nebenst den beyden brüdern Bernardo und Conrado[,] da stund das gespenste ohnbeweglich an seinem orth, hatte den linken arm auff die handhabe der speise Cammerthüre geleget, und das gesichte recht gegen uns gekehrt. Wir erkanten auch eigentlich allerseits weßen gestalt es wäre, kunten eigentlich die schwarze Bänder sehen, welche die Mutter in dem ärmel geha[b]t hatte, aber das angesicht war als mit einem weißen flor bedeckt. alles ward im haus rege, und kamen zusammen wohl bey 12 Männer darunter auch Heinrich Schulze meines Vaters geweßener Diener, nachmahls burger«meister» im Stadtlein[,] und bey 16 weibes Personen. Keiner hat das herz sich zu nähern oder anzureden[.] Wir beteten einige Psalme gott der Vater wohn uns bey etc.[,] es kehrte sich an nichts; ich [habe] zu Hr. Christian Otten, Prediger und Diacono, der hernach decan am «konvict» zu Oranienburg worden, geschickt, und ihn fürbitten lassen, er hatte sich aber sehr entsezt, und mit den 2 Predigten folgenden tags in der Stadt und im filial Tiro, entschuldiget[.] Wir sind endtlich alle zum hause hinausgegangen und haben es zugeschloßen. Als aber darauff der Lehnrichter Herr Christian Wilke ein ehrlicher besezter man zu uns komen und mein bruder der es so zu erst gesehen und der «heute» sich erkühnet mit ihm hineinzugehen, hat man nichts mehr gesehen, ohngeacht alles verschloßen[.] Der Autor ruft gott zu zeugen das es war[.] Das gesichte hat wohl 3/4 stunden gewehret[.] Es war nur 8 oder 9 schritte von uns entfernt, kein Mond kundte dahin scheinen[.]
Weis nicht wo die brüder Th. Christ. und Bernd. Eduard hinkommen, vom ersten habe was anno 1675, von dem lezten, was anno 1637 [sic] kame zutag[.]
Der jüngste Conrad Levin ist plözlich gestorben.
Es wollen die Cabbalisten durch das bewußte nuqirjun Notaricon (+ Artem Notariam [+])
Christus des Adam nahme bedeute, das a die seele des ersten menschen[,] hiernach in d Davids
seele, hiernach in m des Messias seele gangen.
So sagt Abrahae «Schoß», «paradies» «mitreden aller»
Job werde erst des Herrn sohn, wenn ich erwache nach dem bilde, id est post resurrect. mort. anschauen[.]
Lazarus und der Witbe Sohn zu Nain
1 Buch Enoch de Egregoris ErzEngel
Hiob 14, 21. der Verstorbene weis nicht ob seine kinder in Ehren[.] Die verdancken es «seinem» « - », Mose, Christo[.]
Hier. ad Vigilantium martyres non teneri inclusos[.]
Majolus colloq. 2do dierum Canicularium, die fromen seelen ehren.
Erscheinung bey Alex Alex genial. dier. lib. 2. c. 9
Histori einer erscheinung so ein man gesehen, so in dienst des rahts zu F[rankfur]t an der Oder[,] hat sie einem berühmten Theologo iezo Professor zu Königsberg erzehlen müßen, der sie im Calender drucken laßen[.] Person war 62 jahre[.] War damahls 22 jahr alt. Sein Hr. erschien in weißem Kleid sagte Hans stehe auff[,] führte mit «fest» kalter handt. Die verfloßnen leben oft.
Ich kondte im finstern alles sehen. Führte i[h]n an den tisch, da sonst seine Papiere, fragte was vor leute bey dem begräbniß gewesen[.] Als es 12 schlug sprach der geist, er hätte noch viel zu reden, müße aber fort, er folgte ihm zur thüre hinaus, der geist verschwand[,] mußte hernach wieder anklopfen, umb wieder hinein zu kommen.