Series VI Band 4 · No. 451₄.

Aus und zu Paracelsus, Sebastian Franck, Paul Lautensack und Valentin Weigel

German

Drey unterschiedene Tractatlein Philippi Theophrasti Paracelsi ab Hohenheim als 1) Commentatio uber Epistolam Judae (sunt paginae 48), 2) sermones in Antichristum (sunt paginae 96), 3) Uber die worth sursum corda. Deren das erste die rechte Apostolische fußstapfen zeiget, daran ein wahrer Christ erkennet mag werden, das andere den Wiederchrist mit seinen Merckzeichen und farben abmahlet, das dritte zeiget, wie wir allezeit unsre herzen über sich zu gott erheben und was droben ist suchen sollen und nicht was hie unten auff erden. Matth. VlII folge du mir nach, und laß die todten ihre todten begraben. Franckfurt am Mayn bey Lucas Jenniß zu finden im Jahr 1619. 4o.

Von dem baum des Wissens guthes und böses davon Adam den todt hat gessen und *noch heut alle Menschen den todt essen, was der sey und wie dieser baum der schlange Weißheit in Adam versezet, der große abgott und das vielköpfige thier in Daniele und Apocalypsi sey, welches die ganze welt anbetet. Was dagegen der baum des lebens wieder alle naturliche menschen wieder weißheit frommigkeit und kunst.* Franckfurt am Mayn bey Lucas Jennis 1619. 4o. Sunt paginae 96. Der Autor ist Sebast. Franck; nam ipse autor pag. 92, so weit ich wohl 20 christliche glauben zum theil in meinem weltbuch und Chronicon erzehlet, so alle auff der schrifft stehen etc. Dieser Tractat Seb. Francken ist bey einer alten teutschen Edition Moriae Erasmi gedruckt; und wird von Weigelio zu zeiten angefuhret.

Tractatus des gottseellgen frommen hocherleuchteten und geistreichen Mannes gottseligen gedachtnuß, Pauli Lautensack des älteren Mahlers und burgers in Nurnberg (+ auch organisten daselbst +) von ihm geschrieben und hinterlassen 1545. Franckfurt am Mayn bey Lucas Jennis 1619, sind paginae 70. Allerhand gemahlde, characteren und buchstaben, die er einigermaßen erclaret, und dadurch die gottlichen geheimnuße anzuzeigen vorhabens ist.

Offenbahrung Jesu Christi das ist ein beweiß durch den titel uber das kreuz Jesu *Christi und die 3 Alphabet als Hebraeisch, Griechisch und Latein, wie auch etliche wunderbare figuren welcher gestalt der einige gott auff unterschiedene art und weise und endtlich ohne einige figur wahrhafftig und vollkomlich in der person Christi sich geoffenbahret habe durch den gottseeligen Paulum Lautensack, mahler und organisten weiland in Nurnberg. Uber welche umb volliges Verstandes willen, die auslegung M. Val. Weigelii herzu gesezet worden. Darinn zu finden wie der Mensch mit Gott himmel und Erden, durch das worth welches am Ende der welt fleisch worden, in einen thon gehe, und des teüfels dissonanz verhütet werde.* Ffurt am Mayn bey Lucas Jennis 1619. 4o. Sunt paginae 172. Dieß ist der Commentarius Weigelii uber den Lautensack. Ait pag. 4 daß diese person nicht allein für uns gestorben, gekreuziget begraben, wie die Secten davon reden. Statuit ergo tres personas in Christo incarnatas. Nam ut ait pag. 5 in der Menschheit Christi, da findestu Vater Sohn heiligen geist; ganz geist, person, worth. Der geist ist uns zu liecht, das worth das ist die welt ist uns zu dunckel. Auf einem beiliegenden Zettel: Gott ist ein unzukomlich liecht, lux inaccessa (Weigelius praef. der offenbahrung Jesu Christi uber des Lautensacks figuren geschrieben). Wir müßen in den mittelpunct eilen in l. c. pag. 5. Das erste Creuz ist des Vaters, das mittel creuz des Sohnes, das dritte Creuz des heil. geistes nach deren Zeit, zwo Zeit und ein halbe Zeit pag. 6. Gott hat die bucher des neuen Testaments beschlossen, das ist eine Zeit, das worth hat die bücher des neuen Testaments beschlossen, das sind zwo zeiten; die Apocalypsis hat den heiligen geist die dritte person, das ist ein halbe zeit die ganze welt p. 6.

Es werden mit Christo gekreuziget zween schächer zu beyden seiten, Am Rande: Nugae bedeuten die 3 personen nach der Hebraeischen, Griechischen und lateinischen sprachen. Das Kreuz zur rechten hand bedeutet den Vater, zur lincken hand den heiligen geist. Der zur lincken hand wird durch den heil. geist bedeutet, wiedersprach der wahrheit und dem heiligen geist.

Super divam Apocalypsin Johannis Evangelistae et Apostoli compendiosa via seu perfecta Methodus ad veram Theologiam, hoc est ad omne genus scientiarum Autore M. Val. Weigelio anno 1592, 28. Januar. Franckfurt am Mayn bey Lucas Jennis 1619 (+ fangt keine neue paginas an, sondern continuirt die vorigen des Commentarius uber Lautensack +). Man sezt das Ebraische und Griechische Alphabet hinzu so weit es will reichen, als das hebraische Alphabet hat nur zwenundzwanzig buchstaben, mangel der zwölften und 24 zahl, welches sein sonderlich NB geheimnüß hat. p. 38.

Iedes thor (des neuen himlischen Jerusalem) ist dreyfach gegen alle 4 orthe der welt, also 9 thore gegen mittag, abend, mitternacht, morgen. 4 mahl 9 machen 36, solche 36 summirt machen 666. Am Rande: 1+2+3 etc. +36=666 Zeigen an das alle creaturen und die ganze volle der gottheit wohnen wahrhafftig in Christo. Viele haben sich unterstanden zu rechnen die Zahl des thiers und seines Nahmens, und haben den nicht gekennet, der ihnen leben wesen und athem gibt. Sie wollen die zahl des thieres rechnen darinn alle weißheit des himmel und erden liegt verborgen, und nehmen nit a und v zusammen, Ende und anfang.

Hie lieget weisheit, wer verstand hat der rechne die Zahl des thieres.

Der gleichseitige rechtwinckelichte Triangel, deßen latus ist 36 (quadratum primi Numeri perfecti vel primum quadratum triangulare) hält 666. Und alle zahlen von 1 bis 36 sind in 666 beschloßen, Am Rande:   37    18  96  7  66 das ist wenn ich alle zahlen von 1 bis 36 zusammen addire komt 666 wie aus beystehender Figur zu sehen. Bedeutet also und beschleußt die Zahl des thieres in sich alle gradus der creatur oder die ganze welt. Macht aber doch nur eine unvollkommene oder halbirte figur, nehmlich einen Triangel, hingegen die Zahl des lammes 144 ist ein vollkommen quadrat (oder 4 mahl 36). [Figura triangularis]

Dem gering Verstandigen philosopho Theologo scheinet seyn eine harte rede daß aus dem guthen und gerechten solle das falsche und ungerechte hehrfließen. Er verstehet nicht daß die lügen ein defectus oder lüge sey von der wahrheit, der teuffel ein lüg vom Engel, die holl ein lüg vom himmel, die finsternüß ein defectus vom liecht; es düncket die einfältigen, es möge wohl die nacht seyn ohne den tag und die lügen ohne die Wahrheit, oder die Zeit ohne ewigkeit. Val. Weigel, Super Apocalypsin, via compendiosa seu *perfecta Methodo ad veram theologiam, hoc est ad omne genus scientiarum. Franckfurt bey Lucas Jennis 1619*. 4o. pag. 20.

Erkenne dich selber ... so erkennestu alle dinge denn du bist alle dinge in dir, nicht weniger als gott, ja du bist ein Kind gottes. Val. Weigelii in Apocalypsin uber Lautensacks figuren, pag. 3 (ed. Francfurt am Mayn bey Lucas Jennis 1619).

Wollen wir gott kennen lernen müßen wir es nicht aus Menschen büchern studiren, sondern von dem, der uns selber alles lehret. ibid. p. 4 Weigel. in Apoc.

Du kanst mit dem Tatio bey dem Mercurio Trismegisto billich sprechen: video me in *omnibus et omnia in me. Ego sum in inferno, mari, terra, arboribus; et infernus mare, terra, arbores, in me*. Pimandri liber 13. Weigel. in Apocal. p. 6.

Es ist ein iedes Thor (des himlischen Jerusalem) 3fach, gegen alle 4 orthe der welt, 9 gegen mittag, 9 gegen abend, 9 gegen mitternacht, 9 gegen morgen, 4mahl 9 machen 36, solche 36 summirt machen 666 (+ hoc quomodo explicandum exhibui in figura Triangulari, cujus radix 36, area vero est 666 +) zeigen an, daß alle creaturen und die ganze Völle der gottheit wohne leibhaftig in Christo. Viele haben sich unterstanden, zu rechnen die zahl des thieres und seines nahmens, eine iede seele hat es wollen auff die andere schieben, und haben den nicht gekennet, der ihnen leben, wesen und athem gibt. Er ist in der welt, und die welt ist durch ihn gemacht, und die welt kennet ihn nicht. Er ist im Menschen, und der Mensch ist durch ihn gemacht und scheinet in der finsterniß, und der Mensch kennet ihn nicht, das ist der Mensch kennet sich selbst nicht. Sie wollen die Zahl des thieres rechnen, darinn alle weisheit im himmel und auff erden liegt verborgen, und nehmen nit a und v zusammen, Ende und anfang. Wollen allein vom ende handeln ohne anfang, oder allein vom anfang reden ohne ende, und gibt keinen ganzen verstand, weder in Theologia noch philosophia. Sie haben bis anhero die Trinität nicht recht erkennet, meinen die ewige gottheit moge seyn ohne zeitliche creaturen, oder die zeitlichen Creaturen mogen seyn ohne den ewigen gott, das unmuglich ist. Weigel in Apocal. p. 7.

Die welt caret intellectu, verwirfft Christum, das ist sich selber rejecto Christo se ipsos rejiciunt, Weigel. Apocal. p. 7.

Also hats der gutige gott von ewigkeit hehr geordnet, daß ein ieder sich selbst verdamme. Weigel. Apocal. p. 8.

Der Mensch ist ein großes buch in und auswendig geschrieben, darinnen alle creaturen samt himmel und Erde gefunden werden. Weigel. Apocal. p. 7.

Qui seipsum cognoscit, etiam cognoscit Christum et scripturas et omnia, er trägt alle bücher bey sich kan alle stunden in gott wandeln und komt zu aller irdischen und himlischen weisheit. Weigel. Apocal.p. 12.

Vera Theologia ist der brunquell aller weisheit im himlischen sowohl als irrdischen liecht. Wer sie verstehet der ist der rechte philosophus, physicus, medicus, Astronomus, jurisperitus, magus, Alchimista etc. Weigel. Apocal. p. 19.

Das Eigne der creatur ist nichts, oder nichts seyn, denn für sich ist sie nichts, und war nicht ehe sie wurde. Weigel. Apocal. p. 13.

Die creatur siehet auff sich selbst, und auff das eine das ist auf gott, und wird aus begierde zu seyn rings herumb getrieben, derowegen die begierde zu seyn, ist die wiederbiegende schlange. Weigel. Apocal. p. 14.

Die creatur erkennet in sich, daß sie verbunden sey zum gehorsam, daß ist zur bewahrung der Natur und eigenschafft des bildes; doch wird sie von der schlang betrogen, daß sie ißet von dem baum des guthen und bosen, weil sie begehrt zu seyn, und gott gleich oder sein selbst seyn. Ist also der wiederbiegende will die Schlang, und Christus muß ihr den kopf zertreten durch Höllenangst, daß der will oder die Natur getödtet werde. Weigel. Apocal. p. 14, 15.

Gott hat nichts gemacht noch geschaffen, denn das so von ewigkeit unsichtbar bey ihm gewest ist. Alle dinge liegen verborgen in allen dingen; soll der Mensch in himmel kommen, so muß der himmel in ihm seyn; soll der Mensch die schrifft lernen, so muß die schrifft in ihm seyn. Weigel. Apocal. p. 65.

Alle dinge so da ewig waren mit gott sind durch den Sohn sichtbar leiblich. Omnia magis consistunt in Jesu Christo, quam in semet ipsis. Weigel. Apocal. p. 125.

Er ist ein leben und wesen aller Engel und teufel ibid. Gignens ambit, continet, penetrat omnia producta.

In Weigelii com. ad Apocal. ist p. 133 ein discurs de Arcano Arcanorum. Es sey ein wesen ohne anfang und habe doch anfang, aus dem alle dinge. Das himlische reich ist nicht extra mundum, über den Sphaeren, sondern in der welt. Hoc Ente nihil majus quia omnia sunt in ipso; nihil minus quia est in minimis. Von dem Arcano Arcanorum darff ich ausdrucklich nicht schreiben, gott würde mich straffen, wir kennen gott insgemein nicht auff christlich sondern auff heidnisch mit dem palingenio, gott sey ohne anfang, affect, willen, wurckung, scheiden also anfang vom Ende, Ewigkeit von Zeit, gott von der creatur. Hingegen meinen sie die creatur konne für sich wißen, wollen, wurcken, gedenkken nicht, daß ein bild nicht bestehen möge ohne das wesen. Du siehest was gott sey in ewigkeit, und vergißest was gott sey in der Zeit und darinn wolle, würcke, thue, mit ewigkeit nehmlich a und v daß es muße beysamen bleiben und sei nichts ganzes da nichts «seliges» ohne combinatione contradictoriorum. Gott begehret, will und wurcket, du bistes nicht sondern der dein wesen, leben, und athem ist. Gott ist nicht allein himlisch und ewig, sondern auch zeitlich und irdisch. Gott wurcket weiß und will in, mit und durch dich, und daß du weder guthes oder boses gedenckest, es ist alles gottes. Da wird a und v gekreuziget in arcano arcanorum. Du bist betrogen von der schlange daß du nicht achtung gibst auff das arcanum Creuz, da aller dinge wesen, leben und athem in ist. Wenn du boses thust oder guthes meinestu daß es aus dir ist, daß du es selber vermogest mitnichten. Dieß ist das große Arcanum Arcanorum in himmel und Erden, und hie liegt der sinn, da weisheit zugehöhret, wer ist so weise und wer kan den auslegen Gott weiß verstehet  nichts Gott wurcket  nichts   Er wurcket  alles Er weis verstehet  alles  alles  nichts Creatur  nichts  creatur wurcket  alles  Sie wurcket  nichts  alles  nichts  alles Da siehestu a und v in einander geschloßen und ist unmuglich daß es soll geschieden werden in bosen und guthen, bleibt dieß Arcanum X. Den frommen zur seeligkeit den bosen zur verdamniß. Diese (NB stadt gottes) (+ puto mundus +) ist eine holle der verdamten und ein himmel der seeligen. Denn suchstu ihn weiter nach, so findestu wie der drache und das thier und die huhr Babylon und der falsche prophet gegriffen und lebendig geworffen werden in den feurigen phuhl der mit schwefel brennet. De quo arcano arcanorum non est ultra dicendum, die combinatio contradictoriorum durch a et v gibt einen vollkommenen verstand. Ist eben als solle gott mit ewigkeit etwas thun ohne Zeit. Gott ware nicht gott, ohne Zeit und creatur. (Tag ist nicht ohne nacht, freud ohne leid, himmel ohne holle.) In dieser rede findestu das a und v, nehmlich das arcanum X. Dies Ewige arcanum ist der Sabbath und 7te tag.

Weigel in einem kleinen discurs De Arcano Arcanorum, den er seinen Meditationibus in Apocalypsin beygefüget p. 142. Das arcanum arcanorum erfert alle geheimniß in Himmel und auf Erden, es weiset was der drach sey, was das thier sey mit 7 Hauptern und 10 Hörnern, was der falsche prophet und die Huhr Babylon, das ist alle Dinge werden offenbar. Man kan dem Rationali nichts schreiben oder sagen was der drach sey, ohne das thier, ohne den falschen propheten, es hanget alles aneinander. Wer eins verstehet, der verstehet sie alle. Der drach ist nicht gebohren aus ewigkeit alleine ohne Zeit, auch nicht aus Zeit ohne ewigkeit, sondern ewigkeit und Zeit mit einander geben den drachen, der gibt dem thier gewalt und macht uber alle Völcker heiden und sprachen; das thier wachset nicht aus Zeit ohne ewigkeit noch aus ewigkeit ohne Zeit, sondern diese beyde miteinander gebehren das thier und der falsche Prophet und die Huhr Babylon haben alle macht vom thier, und das thier trägt sie, und wird das thier samt dem falschen propheten und Huhr Babylon geworffen in den feurigen pfuhl der mit Schwefel brennet. O arcanum Arcanorum, du verborgener gott, wie bistu so offenbar, und du offenbahrer Gott wie bistu so verborgen. Wie Hermes sagt Deus est latens et patens.

Paulo ante dixerat p. 136. Von dem Arcano arcanorum darff ich austrücklich nicht schreiben, Gott wurde mich darüber straffen.

Weigel in Apocal. (ubi de arcano arcanorum) p. 133. Es ist nur ein ding oder wesen, daraus das himlische und irrdische reich entspringet und hehrfleüst; es ist ohne anfang und hat doch anfang, es ist ungebohren und auch gebohren, von ihm, aus ihm, durch ihn sind alle dinge. Aus diesem einigen ding oder wesen wird erkant und geoffenbart der wahre ewige Gott, der erste und der lezte, mit zweyn reichen, so beyde in dieser welt, in der welt ist das himlische reich, in dem die gottlichen 3 Personen herrschen. ... das irdische reich ist auch nicht außer dem einigen Wesen, und ist auch in dieser welt, ... darumb sich in diesem irdischen reich, offenbaren die 3 leiblichen irdischen personen Vater Sohn und Heil. Geist, ein Christus. ... dies ewige wesen lasset sich finden allenthalben aber nicht begreiffen, nicht anders als inwendig in dir selbst kanstu es finden, denn es ist dein liecht und leben: Er als der wahrhaffte Gott hat sich also vereiniget mit der Menschheit daß in ewigkeit kein Scheiden da ist. Wer dieses kennet, der kennet Gott, sich selber und alle Dinge. Wer den kennet und sich selber, der kennet den drachen, was er sey, wo er wohne, was er thue, könne, vermöge, nehmlich nichts ohne ihn und außer ihm, denn er ist sein wesen. Er kennet das thier mit 7 hauptern und 10 hornern, was es sey, wo es sey und wie es mit dem drachen, huhre Babylon und falschen propheten geworffen werde in den feurigen pfuhl. Und darff sich nicht verwundern mit denen die auff erden wohnen, daß das thier gewesen ist, und nicht ist, wie wohl es doch ist.

Weigel Apocal. p. 144. Gott der Herr trieb den Menschen aus dem garten, daß er das feld bauete, davon er gemacht und genommen ist, sezt ihn also wieder in den limum terrae.

Weigel. Apocal. p. 145. Wir durffen nur daß lernen erkennen, daß in uns ist, darauß wir genommen sind, so werden wir uns schähmen bucher zu dichten oder zu schreiben über die Biblia.

Weigel. Apocal. p. 143. Es sind 3 große bucher, die welt, die Apocalypsis und die menschheit nehmlich Jesu Christi und aller menschen. Ein iedes buch ist himlisch und irrdisch, eußerlich und innerlich, leiblich und geistlich, zeitlich und ewig. Apocalypsis ist der geist, die welt ist das worth, der mensch hat beydes in sich als eine person. In Jesu Christo offenbahren sich 3 gottliche ewige personen, geist, person und worth, auch zugleich 3 leibliche personen: wort, person, geist.

Weigel. Apocal. p. 146. Christus der Sohn ist der Schöpfer und auch eine creatur und der heilige geist ist gott und auch eine creatur, die Trinitat wehret ewig und hat doch einen anfang.

Weigel. Apocal. p. 70. Von der Huhren und geistl. babylon. Hurerey ist insgemein eine innerliche und eußerliche freude und fleischeslust, mit solcher begierde getrieben, daß die inwendigen höchsten Kraffte geschwächet werden darumb soll der mensch nichts mit lust besizen, hat er etwas, als hätt ers nicht, kan er etwas, als köndt ers nicht, denn Gott will seine Ehre keinem andern geben. Daß wir es aber selbst nehmen und eigenthumlich besizen wollen, daß ist die große Babylon, die wird werden eine behäufung der bosen geister; ach ich habe viel zu wenig gesagt von dieser Huhre, denn ~~das geheimnüß ist zu groß*. Wiße, daß diese Huhre sizet und regiret, im himmel und auch auf* *erden. Denn es stehet geschrieben, und ich sahe das Weib truncken von dem blut der Heiligen, und von dem blut der Zeügen Jesu, und die werden von der Huhren gehaßet. Was das fur ein geheimniß (NB) gestehe ich einem andern.